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Leitfaden zur Maschinenwartung

Eine ordnungsgemäße Wartung ist unerlässlich, um die Sicherheit der Bediener zu gewährleisten, die Effizienz der Anlagen zu maximieren und die Lebensdauer Ihrer Spritzgießmaschine zu verlängern.

Bitte lesen Sie alle Sicherheitshinweise sorgfältig durch und befolgen Sie diese, bevor Sie Wartungsarbeiten durchführen.

Sicherheitsvorkehrungen

Zum Schutz des Personals, zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit und zur Verlängerung der Lebensdauer der Maschine sind während des Betriebs und der Wartung folgende Regeln zu beachten:
• Die Bediener müssen geschult sein und mit dem Aufbau, der Leistung und den Betriebsabläufen der Maschine vollständig vertraut sein, bevor sie die Maschine in Betrieb nehmen oder bedienen.
• Starten Sie die Maschine nicht, wenn Sicherheitsvorrichtungen fehlen, beschädigt oder unwirksam sind.
• Vermeiden Sie den Kontakt mit beweglichen oder heißen Teilen, während die Maschine läuft.
• Die Maschine sollte immer nur von einer Person bedient werden, außer bei der Installation von Sicherheitsformen unter Aufsicht.
• Die Schraube darf niemals mit hoher Drehzahl (>30 U/min) betrieben werden, wenn sich kein Material in der Nut befindet – dies kann zu Riefenbildung am Zylinder und an der Schraube führen.
• Erhitzen Sie den Zylinder innerhalb von etwa 3 Minuten von Raumtemperatur auf die Solltemperatur. Lassen Sie den kalten Rückstand mindestens 10 Minuten einwirken, bevor Sie mit dem Plastifizieren beginnen, um Beschädigungen zu vermeiden.
• Kühlwasserzirkulation frühzeitig einschalten; Durchflussrate schrittweise anpassen, sobald die Öltemperatur um 5–10 °C ansteigt. Öltemperatur unter 55 °C halten.
• Die Schmierung muss den betrieblichen Anforderungen strikt entsprechen. Unzureichende Schmierung kann zu Verschleiß, Fressen oder Ausfall führen – insbesondere bei Klemmmechanismen wie Zugstangen und Buchsen.
• Überprüfen Sie die Heizspiralen regelmäßig auf Lockerung durch Wärmeausdehnung. Ziehen Sie sie bei Feststellung umgehend fest.
• Die Maschine muss stets ordnungsgemäß geerdet sein, und die elektrische Isolierung muss regelmäßig überprüft werden, um Stromschlaggefahren vorzubeugen.
• Nach längerer Lagerung oder der ersten Inbetriebnahme sollte die Ölpumpe einige Minuten im Leerlauf laufen, bevor sie voll funktionsfähig ist.
⚠️ Warnung:Unsachgemäße Bedienung, vernachlässigte Wartung oder Missbrauch können zu schweren Verletzungen, Geräteschäden oder einer verkürzten Lebensdauer führen.

Checkliste für Routineinspektionen

Tägliche Kontrollen
✔️ Tragen Sie angemessene Arbeitskleidung
✔️ Prüfen Sie, ob die Heizringe lose oder nicht angeschlossen sind.
✔️ Sicherstellen, dass die Düsentemperaturregelung korrekt funktioniert (Einstellung „0“ überprüft)
✔️ Alle Schalter prüfen – insbesondere Sicherheitstüren und Not-Aus-Taster
✔️ Prüfen Sie die Befestigungsschrauben der Form auf festen Sitz.
✔️ Überprüfen Sie die Kühlmittelzufuhr und den Kühlmitteldurchfluss.
✔️ Hydraulikölstand im Behälter überwachen
✔️ Schmierleitungen und -verbindungen auf Undichtigkeiten prüfen
Wöchentliche Kontrollen
✔️ Stellen Sie sicher, dass alle beweglichen Teile ausreichend geschmiert sind.
✔️ Prüfen Sie die Schrauben des Positionssensors auf Lockerung
✔️ Thermoelementanschlüsse und -reaktionsvermögen prüfen
✔️ Erdungswiderstand messen
✔️ Prüfen Sie die Druckleitungen und -verschraubungen auf Anzeichen von Undichtigkeiten oder Verschleiß.

Regelmäßige Wartung (abhängig von der Nutzung)

Intervall

Aufgabe

Alle 3 Monate

Hydraulikölzustand prüfen; bei Verunreinigung austauschen. Filter reinigen: Ansaug-, Entlüftungs- und Rücklauffilter. Bei Bedarf austauschen.

Alle 2.000 Maschinenstunden

Gewindestangen der Form einfetten. Hochdruckschläuche prüfen. Bei Verschleiß austauschen.

Alle 5.000 Maschinenstunden

Hydrauliköl und Tankentlüftungsfilter austauschen.

Alle 25.000 Maschinenstunden / Maximal 5 Jahre

Hydraulikzylinderdichtungen, Reibringe und Hochdruckschläuche nach Bedarf austauschen.

Schmiersystem

Um die Schmierwirkung nicht zu beeinträchtigen, dürfen nur die vorgeschriebenen dünnflüssigen Öle und Hydraulikflüssigkeiten verwendet werden.
• Alle Schmierstellen sind in der beigefügten Abbildung gekennzeichnet.
• Ein zentralisiertes, computergesteuertes System zur quantitativen Schmierstoffdosierung gewährleistet eine gleichmäßige Zufuhr.
• Typische Betankungshäufigkeit: alle 30–50 Formzyklen, Dauer pro Zyklus ca. 10 Sekunden.
🔧 Hinweis zur neuen Maschine:Vor der Inbetriebnahme müssen alle Schmierleitungen und -punkte manuell entlüftet werden, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.

Reinigungsverfahren für Zylinder und Schnecke

Verunreinigte Materialien oder Farbveränderungen erfordern eine zeitnahe Reinigung, um die Produktqualität zu erhalten und eine Verschlechterung zu verhindern.
Wann sollte man putzen?
• Umstellung auf neues Material: Spülung empfohlen.
• Farbveränderung nach 20–30 Aufnahmen: teilweise oder vollständige Reinigung je nach Verschmutzungsgrad.
• Oberflächenfehler (ungleichmäßige Dicke, Streifen): wahrscheinlich verursacht durch Restablagerungen in der Zufuhrzone, im Rückschlagventil oder an der Schraubenspitze.
Reinigungsarten
Teilreinigung
Konzentrieren Sie sich auf:
• Düsenöffnung
• Dichtfläche des Zylinderkopfes
• Vorderseite der Schraube in der Nähe der Düse
• Spitze der Schraube
✅ Tragen Sie Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Maske. Arbeiten Sie vorsichtig.
Komplette Reinigung
Erforderlich, wenn:
Die Produkte weisen eine ungleichmäßige Textur oder leichte Makel auf.
Rückstände sammeln sich in kritischen Bereichen (Zulaufstutzen, Schneckenwurzel, Rückschlagventil).
Hochleistungskunststoffe werden verwendet (z. B. Polycarbonat, Nylon).
Vorsicht:Beim Erhitzen entstehen giftige Dämpfe. Gründlich lüften. Reinigungsbereich von laufenden Arbeiten abtrennen.


Schrittweise vollständige Reinigung
1)Vorbereitung:
Das Fass sollte warm bleiben – niemals vollständig abkühlen.
Restliches Material bei mittlerer Einspritzgeschwindigkeit durch die Düse spülen.
2)Heizung:
Das Fass unter Verwendung aller Heizelemente erneut erhitzen.
Nach etwa 15 Minuten Düse und Stopfen entfernen.
Erhitzen Sie weiter, bis das restliche Material so weit weich ist, dass sich die Schraube vorsichtig drehen lässt.
3)Demontage:
Heizbänder entfernen.
Den Zylinderkopf abschrauben.
Die Schraube herausdrehen und dabei zwischen den Schablonen abstützen.
4)Reinigung:
Überschüssige Rückstände mit einem in ein Tuch gewickelten Holzstäbchen abkratzen.
Verwenden Sie eine mit feinem Gaze (Körnung 240–280) umwickelte Messingbürste zum Polieren von Innenflächen.
Dichtflächen nicht abschleifen.
Bürsten Sie die Gewinde sauber.
5)Schutz nach der Reinigung:
Alle freiliegenden Metalloberflächen mit Rostschutzöl einreiben.
Vor dem Wiedereinbau die Gewinde mit HSC-Salbe einreiben.
⚠️Kritisch:Vor der Montage muss sichergestellt werden, dass alle Bauteile das thermische Gleichgewicht erreicht haben. Unterschiedliche Temperaturen bergen die Gefahr von Verformungen oder Rissen.


Schraubenreinigung
Die Schraube gleichmäßig und vorsichtig erhitzen – die Flamme nicht auf eine Stelle konzentrieren.
Maximale Temperatur:400 °C— Darüber hinaus besteht die Gefahr eines Verlusts an Härte und Verschleißfestigkeit.
Rückstände mit einem Propangasbrenner abbrennen; sofort sauber bürsten.
Die Schraubenoberfläche mit Schmirgelleinen polieren.
AnwendenHSC-Salbe nur—kein anderes Fett oder Schmiermittel. Andere verkohlen und blockieren die Kupplung.
❗Nicht zusammenpassende Bauteile dürfen niemals mit Gewalt zusammengefügt werden.Den Schubring bei der Montage präzise ausrichten.


Wartung des Schraubenkopfes (Vorderseite)
Zum Lösen einen Hakenschlüssel verwenden – Hinweis: Linksgewinde.
Reinigen Sie das Innengewinde und den Absperrring sorgfältig.
Polieren Sie Druckring und Druckring.
In korrekter Ausrichtung wieder zusammenbauen.
Erforderliche Schutzausrüstung:Handschuhe, Gesichtsschutz, Atemschutzmaske – insbesondere beim Ausbau heißer Bauteile.

Düsenwartung

1. Kunststoffablagerungen durch Verbrennen entfernen.
2. Mit einer Stahlbürste reinigen.
3. Mit feinem Schmirgelleinen vorsichtig polieren.
❌ Niemals um die Dichtfläche herum schleifen.
Die Wiedermontage erfolgt erst nach Überprüfung der Ausrichtung und des Temperaturgleichgewichts.

Hydraulikölwechsel

Beachten Sie die Herstellerrichtlinien entsprechend der Nutzungsintensität.
Verfahren:
1. Das alte Öl über eine Pumpe oder einen Saugheber durch Anschluss A ablassen.
2. Tank gründlich reinigen – Schlamm/Rückstände entfernen.
3. Öffnen Sie die Abdeckung und überprüfen Sie den Sockel.
4. Mit zugelassener Hydraulikflüssigkeit auffüllen, die den Anforderungen entsprichtGB7631.2-87-StandardDie
5. Mischen Sie niemals verschiedene Marken oder Qualitätsstufen.
♻️ Umweltschutz: Altöl muss verantwortungsvoll entsorgt werden – bitte an den Lieferanten oder eine autorisierte Entsorgungsstelle zurückgeben.

Wartung des Luftfilters

• Offene Wohnverhältnisse.
• Filtereinsatz austauschen.
• Sicher verschließen.
❗ Unsachgemäße Abdichtung führt zu Leckagen. Motor erst nach Bestätigung der korrekten Installation starten.

Ölfilterreinigung

Befindet sich im Inneren des Hydrauliktanks.
Benötigte Werkzeuge:
• Weiche Bürste
• Zugelassenes Lösungsmittel
• Saubere Putzlappen
Schritte:
1) Gerät ausschalten.
2) Hydrauliköl ablassen.
3) Tank öffnen.
4) Filter entnehmen und reinigen.
5) Neu installieren.

Schlauchschellen- und Schlauchprüfung

Regelmäßig gemäß Wartungsplan prüfen.
Tauschen Sie die Schläuche sofort aus, wenn eine der folgenden Bedingungen eintritt:
• Hautschäden, die die Stabilität des Zopfes beeinträchtigen.
• Spröde oder rissige Außenschicht.
• Verformung unter Druck/Biegung.
• Ausbeulungen, Blasenbildung oder Risse.
• Dichtungsverformung beeinträchtigt die Funktion.
• Korrosion oder Ablösung des Kragens.
• Haltbarkeitsdatum oder Betriebsstunden überschritten.

Reinigung des Sichtfensters der Schutztür

• Mit einem weichen, in milder Reinigungsmittellösung angefeuchteten Tuch abwischen.
• Mit klarem Wasser abspülen.
❌ Verwenden Sie niemals scheuernde Reinigungsmittel, Lösungsmittel oder raue Stoffe.

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